Verena Holscher

Die Suche nach meiner Aufgabe führte mich zum Schauspielstudium in Hamburg. Während meiner Engagements als Schauspielerin am Theater (in Köln, Kassel, Stuttgart, Plauen, Ulm..) stellte ich fest, dass ich dort am Leben vorbei lüge. Ich begann mehr und mehr zu tanzen und merkte, dass der Körper nicht lügt. Dass ich mich über die Körperwahrnehmung mit einer Lebensintelligenz verbinden kann, die mir meine Geschichten erzählen hilft und mich zu meiner Wesenskraft führt.

1993 entdeckte ich die 5 Rhythmen und fand darin eine Möglichkeit, mich mit meinem Innenleben zu verbinden. Mit verschiedenen Lehrern (Ida Kelarova, Noah Pikes, Roy Hart Theatre, Romeo Alavi Kia) erforschte ich die Möglichkeiten, mit der Stimme auch jenseits von Sprache Geschichten zu erzählen. 

2008 schloss ich die Ausbildung zur 5 Rhythmen-Tanzlehrerin bei Gabrielle Roth ab. Auch andere Bewegungsräume wurden wesentlich für mich: Wegweisend war die mehrjährige Butoh- und Performancearbeit mit René Schmalz. Seit 2017 habe ich das Zertifikat für die Open Floor Movement Practice. Zur Zeit schliesse ich die Ausbildung am Yogaforum München ab.

BodyMindCentering und Authentische Bewegung vertiefen meine Körperwahrnehmung und unterstützen mich, meine Geschichten und die anderer ins Leben zu bringen.

Immer wieder inspiriert mich Körpermalerei

Auch anderen Werkzeugen und besonders den Menschen, die mich darin begleitet haben (GFK, Claudine Koch-Morgenegg, Johannes B. Schmidt u.v.a.), gilt mein Dank.

 

In Regiearbeiten im Theaterbereich, Performances sowie in Kursen und Workshops mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen erkunde ich seit 1994, wie wir unserer inneren Bildern gewahr werden und ihnen Ausdruck verleihen können. Hier findest du ein paar Eindrücke meiner Arbeit, mit Kindern hier.

Ich interessiere mich für die Verankerung im Körper und die Kreativität, die aus den Körpersystemen und deren innerem Fluss entsteht. Ich liebe es, die individuell unterschiedlichen Herangehensweisen zu erleben -  die individuellen Fäden zu erkennen und auf Weisen zu verknüpfen, die die Kompetenzen des einzelnen beleuchten.

Welche Geschichte schreibt das Leben, wenn wir es erlauben?

 

Ich arbeite zwischen Ulm und Bern. 

Ich bin Mutter von 3 Töchtern, Grossmutter eines Enkels und lebe mit meiner Familie bei Schaffhausen.

  

 

Michelangelo sagt über die Bildhauerei:

Die Skulptur ist bereits im Stein und ist schon immer im Stein gewesen - seit Anbeginn der Zeit.

Die Aufgabe des Bildhauers ist es, sie zu sehen und herauszulösen, indem er vorsichtig das überschüssige Material abkratzt.

(Stephen Nachmanovitch - Free Play - Kreativität geschehen lassen)

Fotos: Guido Gerlach

 

Stimmen von Teilnehmer*innen

 

"Ich für meinen Teil kann nur sagen, dass Du genau zur richtigen Zeit das Richtige getan hast.

Dein Gespür ist sehr fein und die Art und Weise der Umsetzung/Gestaltung ist geprägt von höchster Professionalität und tiefstem Mitgefühl gleichermaßen.

Es gibt nur wenige Menschen, die das so perfekt hinbekommen … und Du bist einer davon."

- Tanja

 

"Mir hat das Tanzen den Raum geschenkt, meine Emotionen zuzulassen und das hat gut getan, mich nicht zu verstecken und Tränen, die geweint werden wollten, auch zu zeigen... und das ohne Scham zu tun. Und das Gefühl zurück zu bekommen - es ist in Ordnung. Das hat in mir einiges in Ordnung gebracht..." 

 

"Ich bin so froh dass ich da war, das lässt sich in Worten gar nicht ausdrücken.

Fühle mich viel geerdeter, wohler, habe nicht mal Muskelkater, worüber ich auch sehr glücklich bin, da ich wohl die Grenze besser spürte."

 

"Der Tag war einer der wundervollsten meines Lebens...deine Worte..die Musik..haben mich sehr berührt und die Begegnungen mit mir selbst und mit anderen hab ich in dieser Art noch nie so tief erlebt und gespürt..."

- Martina

 

"Eigentlich, konnte ich es mir gar nicht vorstellen online zu tanzen......Nun war ich über Zoom verbunden mit Verena und all den anderen Teilnehmern. Ich habe mich von Anfang an wohl gefühlt, in meinem eigenen Raum und doch mit anderen Tänzern. Bislang, habe ich bei mir zu Hause nur alleine getanzt. Es war eine wunderbare Erfahrung, die mich sehr berührt hat, ich bin in einen sehr intensiven Prozess gekommen, bei dem ich mich trotz allem begleitet gefühlt habe."

- Katrin Rieger